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17
Sep

Project Crossborder erhielt Einladung von Philipp Rösler

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- Pressemitteilung -

Project Crossborder wurde am vergangenen Montag, 02.09.2013 von Dr. Philipp Rösler in Berlin empfangen. Anlass war der Besuch des PayPal Gründers und ersten Facebook Investors Peter Thiel. Der gebürtige Frankfurter gab im alten Umspannwerk Alexanderplatz Gründern, Investoren sowie hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft Tipps und Anregungen für ihre Arbeit.

“Für uns als Gründer war es interessant, Denkstrukturen eines erfahrenen Investors nachzuvollziehen und einen externen Blick auf die deutsche Jungunternehmerszene zu erhalten” so Stefan Preusler, Mitgründer von Project Crossborder.

Der Deutsch-Amerikaner Peter Thiel studierte Philosophie und Jura an der Stanford University, bevor er 1998 den Internet Bezahldienst PayPal mitgründete und 2002 an die Börse brachte. Zwei Jahre später stieg er mit 500.000 US-Dollar als erster Investor bei Facebook ein. Seine Anteile veräußerte er letztes Jahr für schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar.

Der ZDF-Moderator Wulf Schmiese begrüßte am frühen Montag Abend Gäste aus ganz Deutschland. Als Einführung veranschaulichte Bundeswirtschaftsminister Rösler drei Stufen deutschen Gründungswachstums: Das Zeitalter der Industrialisierung um 1900, die boomende Nachkriegszeit unter Ludwig Erhard und das gerade beginnende Internet-Zeitalter.

Mit einer von zahlreichen Anekdoten eröffnete Thiel das Gespräch: Der damals 22jährige Facebook Gründer Mark Zuckerberg konnte 2006 seine Anteilseigner erst nach stundenlanger Diskussion davon überzeugen, das soziale Netzwerk nicht für eine Milliarde US-Dollar an Yahoo zu verkaufen. Beim Börsengang 2012 wurde der Firmenwert schließlich auf über 100 Milliarden US-Dollar taxiert. Für Thiel ist Facebook daher ein gutes Beispiel dafür, dass sich ein Startup zunächst in einem kleinen Markt profilieren soll. Dabei gilt es, das Leistungsangebot kontinuierlich zu optimieren. Erst dann sollte man in die Phase des Wachstums starten.

Besonderer Schwerpunkt des Abends waren die Unterschiede zwischen Deutschland und dem Silicon Valley: Dem kalifornischen Optimismus stehe beispielsweise der latente Pessimismus der Deutschen entgegen. Zudem sei auch die Gründungsbereitschaft in den Staaten eine andere. “Junge Amerikaner wollen nicht mehr zu den Goldmans und McKinseys dieser Welt, sie wollen sich selbst verwirklichen und zwar unternehmerisch”, so Thiel.

Berlin ist für den 45-Jährigen das europäische Mekka für Unternehmensgründungen. Im Gegensatz zum Silicon Valley machen ein gutes Rechtssystem, verhältnismäßig günstige Mieten sowie niedrige Personalkosten den Standort an der Spree auch international attraktiv. “Wir konnten am Montag einige Gespräche mit Gründern und Investoren führen. Die Aufbruchsstimmung in Berlin ist unglaublich.” erläutert Stefan Preusler.

Auch zu anderen Themen äußerte sich Thiel. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist für den US- Investor ein Zeichen mangelnder Innovation, abseits von Fortschritten “in Bits und Bytes”. Auf die NSA-Affäre angesprochen, stellte er die tatsächliche Leistungsfähigkeit des amerikanischen Sicherheitsdienstes in Frage: “Wenn die NSA so gut wäre wie behauptet, hätte sie mitbekommen müssen, dass sich Snowden absetzen will. Außerdem wüssten sie dann auch, welche Daten sich jetzt in Besitz des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters befinden.”

Insgesamt war die knapp zweistündige Veranstaltung für alle Beteiligten sehr aufschlussreich. Ein offener und unterhaltsamer Peter Thiel erläuterte ausführlich worauf Gründer besonders achten sollten und beantwortete geduldig Fragen der Zuschauer. Im Anschluss beendete der besonders ungezwungen und locker auftretende Bundeswirtschaftsminister Rösler, den offiziellen Teil der Veranstaltung. Er dankte Thiel für seine Stippvisite in Berlin und lud die geladenen Gäste zu einem Kennenlernen bei Bier und Berliner Currywurst ein.

Ausgewählte Tipps von Peter Thiel

• Eine Gründungsidee muss zehnmal besser sein als bereits existierende Angebote
• Der Kundennutzen und die attraktivste Zielgruppe sollte immer im Fokus stehen
• Startups sollten in einem kleinen, fokussierten Markt starten
• Der Cash-Flow sollte bei hohen Wachstumsraten immer reinvestiert werden
• Wenn Gründer ihre Ziele immer erreichen, sind diese zu niedrig angesetzt • Verkaufe nicht zu früh! (siehe Facebook Anekdote)

Bild: Hubertus Hofmann

Über Stefan
Stefan ist bei "Project Crossborder" für das Marketing und die technische Realisation der Unternehmung verantwortlich. Im Rahmen seines Studiums hat er sich autodidaktisch die verschiedensten Online Marketing Kanäle angeeignet. Er ist Speaker auf Online Kongressen und schlägt dabei den Bogen zum Offline Markt.

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